Der Rübenanbau in Schleswig-Holstein wird vom Zuckerrübenanbau mit 9.200 ha dominiert. Dagegen liegt der Futterrübenanbau bei nur 500 ha. Die Rübe ist ein neuer Hoffnungsträger für die Energieerzeugung aus Biomasse und vor allem in den klassischen Rübenanbaugebieten zunehmend auch für die Biogasnutzung im Einsatz. Die Landwirtschaftskammer konzentriert ihre Beratung auf den Energierübenbereich und die Konservierung der Rüben.
Landwirte, die eine Anbauberatung für Zuckerrüben im herkömmlichen Sinne wünschen, können sich an ARGE Nord wenden unter www.liz-online.de, Ansprechpartner ist Dr. Andreas Windt
In Zuckerrüben spielen verschiedene Schaderreger eine wichtige Rolle. Mit der Saatgutbeizung müssen die Pflanzen in der Auflaufphase gegen Pilzkrankheiten und tierische Schädlinge geschützt werden. Wichtige Schädlinge sind Springschwänze, Moosknopfkäfer, Erdfloh, Drahtwurm und Tausendfüßler sowie im weiteren Vegetationsverlauf Blattläuse und Rübenfliege. Sehr wichtig ist auch die konsequente Beseitigung der Unkrautkonkurrenz im Jugendstadium der Zuckerrübe. Eine sichere und verträgliche Unkrautbekämpfung lässt sich nur durch eine gezielte Wirkstoffkombination, angepasst an die jeweilige Unkrautflora und die Jahreswitterung, erreichen. In der Zuckerrübe spielen auch verschiedene Pilzkrankheiten eine wichtige Rolle. Fungizidmaßnahmen sind mittlerweile Standard in der Produktionstechnik. Die wichtigsten Blattkrankheiten sind Echter Mehltau, Cercospora, Rübenrost sowie Ramularia.
Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung:
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 0160-90175063
ibewarder@lksh.de
Fachgebiete: Leitung der Versuchsstation Birkenmoor, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft
Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/900-9941
Fax 04381/900-969
dknoll@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft
Meesenring 9
23566 Lübeck
Tel. 0451-317020-25
Fax 0451-317020-29
mlandschreiber@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Leitung der Versuchstation Kastorf, Beratung, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Pflanzenschutz Raps
Waldschlößchenstraße 47
25746 Heide
Tel. 0481-85094-55
Fax 0481-85094-49
gpiening@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft. Leitung der Versuchsstation Barlt, Süderhastedt
Waldschlößchenstraße 47
25746 Heide
Tel. 0481-85094-52
Fax 0481-85094-49
bsahr@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, regionale Pflanzengesundheit, Mit Schwerpunkt: Kartoffelbau
Theodor-Strom-Straße 2
25821 Bredstedt
Tel. 04671-9134-25
Fax 04671-9134-19
mpopp@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, regionale Pflanzengesundheit
Rüben sind gut silierbar und ergeben eine gute Silagequalität mit höchsten Energiegehalten. Als nachteilig beim Rübeneinsatz in Biogasanlagen sind der Erdanhang und Steine in den Mieten auf der einen sowie eine mögliche Sickersaftbildung auf der anderen Seite zu nennen. Hier werden bereits praktikable Lösungen entwickelt, um z. B. ohne aufwändiges Nassreinigen der Rüben auszukommen. Das Ziel ist, die Rüben ganzjährig, möglichst verlustarm für die Anlagen zur Verfügung zu stellen. Hinsichtlich der Lagerung der Rüben sind verschiedene Konzepte von der Lagerung ganzer Rüben in Mieten über die Lagerung gehäckselter Rüben in Folienschläuchen bis hin zur Lagerung eines Rübenbreis in Erdbecken in der Praxis schon vorhanden.
Bei der Silierung vergären Rüben schnell und milchsäurebetont, allerdings mit einer hohen Alkoholbildung von bis zu 3 %. Die während der Silierung von Rüben entstehenden Sickersäfte sind sehr energiereich und müssen in die Biogasanlage eingespeist werden.
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-323
Fax 04331/9453-309
jthaysen@lksh.de
Fachgebiete: Grünland, Futterkonservierung, Futterqualität, Ökologischer Futterbau, Silage, Heu