Futtererbsen

Futtererbsen

Futtererbsen werden in Schleswig-Holstein auf weniger als 1.000 ha angebaut. Vor allem in Jahren, in denen eine Herbstbestellung der Winterrungen nicht möglich ist oder wenn Auswinterungen vorhanden sind, steigt die Anbaufläche. Futtererbsen kommen aufgrund ihrer Standortansprüche für alle Naturräume, als die Marschen, die Geest und das östliche Hügelland infrage. Sie haben dort eine gute Wirtschaftlichkeit, und sie haben einen sehr guten Vorfruchtwert für nachfolgendes Wintergetreide oder Winterraps. Durch die geringen Ansprüche an die Wasserversorgung ist der Anbau vor allem auf der Geest von Interesse.

Die Standfestigkeit der Futtererbsen wurde seit Mitte der 1990er Jahre in neuen Sorten stetig verbessert und hat in der Sorte ,Respect' ein sehr gutes Niveau erreicht. In den meisten Jahren lassen sich die Erbsen dadurch gut dreschen.

Futtererbsen lassen sich günstig produzieren. Sie benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Die Abreife folgt vor dem Winterweizen.

Futtererbsen haben einen hohen Futterwert. Er wird bei innerbetrieblicher Nutzung voll genutzt und lässt ihre Wirtschaftlichkeit voll zur Geltung kommen.

Sorten

Bei den Futtererbsen ist nicht die Ertragsleistung in den LSV die entscheidende Größe für die Sortenwahl, sondern die Standfestigkeit. Sie entscheidet über die Erntbarkeit der Sorten und damit in vielen Fällen über den Ertrag, der in der Praxis gedroschen wird. Ihr sollte daher bei der Sortenwahl über die Parameter Lager bei Ernte, Bestandeshöhe bei Ernte und den HEB-Index größte Bedeutung beigemessen werden.

Der HEB-Index errechnet sich aus der Bestandesdichte bei Ernte / Bestandeshöhe nach Blüte (wenn die Erbsen „ausgewachsen“ sind). Er ist ein Maß dafür, wie wenig oder wie stark die Sorte bis zur Ernte hin „zusammengerutscht“ sind.

Die Ergebnisse der LSV sind mehrjährig in den Sortenempfehlungen zusammengefasst.

Die Standfestigkeit der Futtererbsen wurde seit Mitte der 1990er Jahre in neuen Sorten stetig verbessert und hat in der Sorte Respect ein sehr gutes Niveau erreicht. Die Erntbarkeit von Futtererbsen wurde dadurch nachhaltig verbessert!

Futtererbsen Anbaugebiete Deutschland

Ergebnisse 2013 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2012 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2011 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2010 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2009 - Landessortenversuche

Ansprechpartner Sorten

Dr. Wolfgang Sauermann

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-334
Fax 04331/9453-339
wsauermann@lksh.de
Fachgebiete: Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen, UFOP-Außenstelle

Pflanzenschutz

In Futtererbsen spielen verschiedene Schaderreger eine wichtige Rolle. Das Saatgut kann gegen Auflaufkrankheiten gebeizt werden.
Zur chemischen Unkrautbekämpfung stehen nur wenige Mittel zur Verfügung, die überwiegend im Vorauflauf eingesetzt werden müssen. Im Nachauflauf kann in Futtererbsen neben Basagran auch noch Stomp Aqua eingesetzt werden. Eine mechanische Unkrautbekämpfung ist in Futtererbsen aufgrund der geringen Konkurrenzkraft nur eingeschränkt möglich.
Pilzliche Schaderreger im Blattbereich sind die Brennfleckenkrankheit sowie der Grauschimmel.
Wirtschaftlich bedeutende Schädlinge sind die Erbsenblattlaus und der Erbsenwickler.
Zur Steuerung des Erntetermins und Vermeidung von Verlusten bei ungleichmäßig abreifenden oder stark verunkrauteten Beständen kann eine Sikkation sinnvoll sein.

Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung:

Fungizide/Insektizide

Glyphosat

Herbizide

Molluskizide

Ansprechpartner Pflanzenschutz - Region Ost

Asmus Klindt

Grüner Kamp 15 - 17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-386
Fax 04331/9453-389
asklindt@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Dieter Knoll

Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/900-9941
Fax 04381/900-969
dknoll@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Manja Landschreiber

Meesenring 9
23566 Lübeck
Tel. 0451-317020-25
Fax 0451-317020-29
mlandschreiber@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Leitung der Versuchstation Kastorf, Beratung, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Pflanzenschutz Raps

Ansprechpartner Pflanzenschutz - Region West

Gerhard Piening

Waldschlößchenstraße 47
25746 Heide
Tel. 0481-85094-55
Fax 0481-85094-49
gpiening@lksh.de
Fachgebiete: Beratung, Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft

Martina Popp

Theodor-Strom-Straße 2
25821 Bredstedt
Tel. 04671-9134-25
Fax 04671-9134-19
mpopp@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, regionale Pflanzengesundheit, Beratung

Bestandsführung und Anbautechnik

Futtererbsen kommen aufgrund ihrer Standortansprüche für alle Naturräume, als die Marschen, die Geest und das östliche Hügelland in Frage. Sie haben dort eine gute Wirtschaftlichkeit, und sie haben einen sehr guten Vorfruchtwert für nachfolgendes Wintergetreide oder Winterraps. Durch die geringen Ansprüche an die Wasserversorgung ist der Anbau vor allem auf der Geest von Interesse.

Futtererbsen sind frostempfindlich und sollten erst dann gesät werden, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Sie lassen sich günstig produzieren. Sie benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Die Abreife folgt vor dem Winterweizen.  

Anbautelegramm-Futtererbsen

Ansprechpartner Bestandsführung & Anbautechnik

Dr. Wolfgang Sauermann

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-334
Fax 04331/9453-339
wsauermann@lksh.de
Fachgebiete: Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen, UFOP-Außenstelle

Düngung

Futtererbsen benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Eine Impfung des Saatgutes ist in S-H – auch nach sehr langjährigen Anbaupausen - nach den bisherigen Erfahrungen nicht nötig.

Die Versorgung mit den anderen Nährstoffen sollte über die Entzugswerte erfolgen, siehe dazu die „Richtwerte für die Düngung“ im Bereich „Bestandsführung und Anbautechnik".

Ansprechpartner Düngung

Dr. Wolfgang Sauermann

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-334
Fax 04331/9453-339
wsauermann@lksh.de
Fachgebiete: Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen, UFOP-Außenstelle

Fachartikel

15. März 2014 | Von:Dr. Wolfgang Sauermann, Landwirtschaftskammer
Rohproteingehalte von Futtererbsen; Stärke- und Eiweißträger spielen in der Fütterung eine Rolle

Anhand der Sortenversuche der Landwirtschaftskammer lassen sich wichtige Rückschlüsse mittels der Rohproteingehalte auf den Futterwert ziehen. Die Rohproteingehalte der Futtererbsen lagen in den Landessortenversuchen der Ernte...

01. Februar 2014 | Von:Dr. Wolfgang Sauermann, Landwirtschaftskammer
Sortenempfehlung für Futtererbsen; Große Bedeutung der Standfestigkeit

Bei den Futtererbsen ist die Standfestigkeit der Sorten das wichtigste Merkmal für Sortenwahl und Anbauwürdigkeit. Die Ertragsleistung tritt dagegen in den Hintergrund. Wegen der großen Bedeutung dieser Eigenschaft werden in den...

11. Januar 2014 | Von:Volker Michel, LFA M-V; Dr. Hans-Paul Sierts, Landwirtschaftskammer
Warum sind Exaktversuche im Sortenwesen unverzichtbar sind: Aussagekraft von Streifenversuchen

Die Frage der Sortenwahl hat unbestritten herausragende Bedeutung für Ertragssicherheit, Rentabilität, Produktqualität wie auch für die Nachhaltigkeit der Produktion insgesamt.

09. März 2013 | Von:Dr. Wolfgang Sauermann, Landwirtschaftskammer
Futterwert von Futtererbsen beachten: Hohe Rohproteingehalte erreicht

Die Rohproteingehalte der Futtererbsen liegen je nach Sorte, Standort und Jahr zwischen 16 und 23 %. Im Mittel der Landessortenversuche wurde mit 21,5 % Rohprotein ein überdurchschnittlich hoher Wert 2012 erreicht.


Landwirtschaft

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Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
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