Blaue Süßlupine

Blaue Süßlupine

Blaue Süßlupinen werden in Schleswig-Holstein auf weniger als 1.000 ha angebaut. Vor allem in Jahren, in denen eine Herbstbestellung der Winterrungen nicht möglich ist oder wenn Auswinterungen vorhanden sind, steigt die Anbaufläche. Blaue Süßlupinen kommen aufgrund ihrer Standortansprüche für die Geest und das östliche Hügelland infrage. Sie haben einen sehr guten Futterwert mit rund 30 % RP und einem guten Aminosäuremuster. Blaue Süßlupinen haben einen sehr guten Vorfruchtwert für nachfolgendes Wintergetreide oder Winterraps. Durch die geringen Ansprüche an die Wasserversorgung ist der Anbau vor allem auf der Geest von Interesse. Mit ihrer sehr kräftigen Pfahlwurzel durchdringen sie Bodenverdichtungen im Unterboden und sie haben ein höhere Aneignungsvermögen für Phosphor.

Blaue Süßlupinen lassen sich günstig produzieren. Sie benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Das Versuchsprogramm mit Blauen Süßlupinen ist stark eingeschränkt.

Blaue Süßlupinen haben einen hohen Futterwert. Er wird bei innerbetrieblicher Nutzung voll genutzt und lässt ihre Wirtschaftlichkeit voll zur Geltung kommen.

Sorten

Bei der Sortenwahl ist zwischen Verzweigungstypen und endständigen Sorten zu unterscheiden. Die Verzweigungstypen kommen für S-H nicht in Frage, weil sie sehr ungleichmäßig abreifen. Sie hatten immer wieder Nachblüher, sobald nach der Hauptblüte erneut Niederschläge kamen. Daher werden nur endständige Sorten empfohlen. Von diesem Pflanzentyp gibt es derzeit nur zwei Sorten: Boruta und Haags Blaue. Haags Blaue macht dabei ihrem Namen alle Ehre, denn sie hat eine kräftige blaue Blütenfarbe. Beide Sorten reifen gleichmäßig ab und haben eine gute Standfestigkeit. Das Versuchsprogramm mit Blauen Süßlupinen ist stark eingeschränkt.

Ergebnisse 2015 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2011 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2009 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2008 - Landessortenversuche

Ansprechpartner Sorten

Dr. Christoph Algermissen

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-334
Fax 04331/9453-339
calgermissen@lksh.de
Fachgebiete: Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen

Bestandsführung und Anbautechnik

Blaue Süßlupinen kommen aufgrund ihrer Standortansprüche für die Geest und das östliche Hügelland in Frage. Sie haben einen sehr guten Futterwert mit rund 30% RP und einem guten Aminosäuremuster. Blaue Süßlupinen haben einen sehr guten Vorfruchtwert für nachfolgendes Wintergetreide oder Winterraps. Durch die geringen Ansprüche an die Wasserversorgung ist der Anbau vor allem auf der Geest von Interesse. Mit ihrer sehr kräftigen Pfahlwurzel durchdringen sie Bodenverdichtungen im Unterboden und sie haben ein höheres Aneignungsvermögen für Phosphor.

Blaue Süßlupinen lassen sich günstig produzieren. Sie benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Wichtig bei dieser Körnerleguminose ist allerdings, dass das Saatgut mit den entsprechenden Rhizobienstämmen geimpft wird.

Informationen zum Anbau

Anbautelegramm Blaue Süßlupine

Ansprechpartner Bestandsführung & Anbautechnik

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Düngung

Blauen Süßlupinen benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Bei den Blauen Süßlupinen ist dafür allerdings die Voraussetzung, dass das Saatgut mit den entsprechenden Rhizobienstämmen unmittelbar vor der Aussaat geimpft wird, denn in den Böden sind diese Rhizobienstämme nicht vorhanden.

Die Versorgung mit den anderen Nährstoffen sollte über die Entzugswerte erfolgen, siehe dazu die „Richtwerte für die Düngung“ im Bereich „Bestandsführung und Anbautechnik".

Ansprechpartner Düngung

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Fachartikel

26. März 2016 | Von: Dr. Wolfgang Sauermann, Landwirtschaftskammer
Sortenempfehlung Blaue Süßlupinen: Neunzig keimfähige Körner je Quadratmeter reichen aus

Von den Lupinenarten mit bitterstoffarmen Körnern ist die Blaue Süßlupine diejenige, die unter den Anbaubedingungen in Schleswig-Holstein eine Anbauwürdigkeit hat. Sie hat einen sehr guten Futterwert und bietet sich für die...


Landwirtschaft

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