Ackerbohnen

Ackerbohnen

Ackerbohnen werden in Schleswig-Holstein auf über 3.000 ha angebaut. Vor allem in Jahren, in denen eine Herbstbestellung der Winterrungen nicht möglich ist oder wenn Auswinterungen vorhanden sind, steigt die Anbaufläche. Ackerbohnen kommen aufgrund ihrer Standortansprüche für die Marschen und das östliche Hügelland infrage. Sie haben dort eine gute Wirtschaftlichkeit, und sie haben einen sehr guten Vorfruchtwert für nachfolgenden Winterweizen, der sogar noch etwas über dem des Winterrapses liegt. Ackerbohnen lassen sich günstig produzieren. Sie benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Die Abreife folgt auf den Winterweizen und liegt in der Regel Ende August, in einigen Jahren noch bis Anfang September. Mit der Abreife nach dem Winterweizen wird knappe Mähdrescherkapazität aus der Getreideernte heraus nach hinten verlagert. Die Ackerbohne trägt durch ihre frühe Aussaat und durch ihre Ernte nach der Getreideernte zur Entzerrung von Arbeitsspitzen bei.

Ackerbohnen kommen auch für die Doppelnutzung von Korn und Stroh infrage. Das Stroh wird beim Mähdrusch nicht gehäckselt, sondern wird auf Schwad abgelegt, anschließend mit dem Feldhäcksler aufgenommen und für die Nutzung in Biogasanlagen siliert.

Ackerbohnen haben einen hohen Futterwert. Er wird bei innerbetrieblicher Nutzung voll genutzt und lässt ihre Wirtschaftlichkeit voll zur Geltung kommen.

Sorten

Die LSV werden entsprechend dem Konzept der länderübergreifen Anbaugebiete durchgeführt. Die LSV Ackerbohnen werden in S-H in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Kiel mit Sitz in Osterrönfeld und der Norddeutschen Pflanzenzucht in Hohenlieth durchgeführt. Die Ergebnisse der LSV sind mehrjährig in den Sortenempfehlungen zusammengefasst.

Für die Sortenwahl der Ackerbohnen sind neben der Ertragsleistung die Standfestigkeit und die Abreife wichtige Eigenschaften. Bei der innerbetrieblichen Verwertung sind der Tannin Gehalt und der Proteingehalt zu beachten. Tannin haltige Sorten sind besser für die Fütterung bei Wiederkäuern geeignet, Tannin freie Sorten sind besser für die Fütterung bei Schweinen geeignet.

Ackerbohnen Anbaugebiete Deutschland

Ergebnisse 2017 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2016 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2015 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2014 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2013 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2012 - Landessortenversuche

Ergebnisse 2011 - Landessortenversuche

Ansprechpartner Sorten

Dr. Christoph Algermissen

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-334
Fax 04331/9453-339
calgermissen@lksh.de
Fachgebiete: Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen

Pflanzenschutz

In Ackerbohnen spielen verschiedene Schaderreger eine wichtige Rolle. Das Saatgut kann gegen Auflaufkrankheiten gebeizt werden.
Zur chemischen Unkrautbekämpfung stehen in Ackerbohnen nur wenige Mittel zur Verfügung, die überwiegend im Vorauflauf eingesetzt werden müssen. Im Nachauflauf hat neben den gegen Ungräser zugelassenen Mitteln nur Basagran eine Zulassung. Eine mechanische Unkrautbekämpfung ist unter trockenen Bedingungen auf leichten bis mittleren Böden möglich.
Pilzliche Schaderreger im Blattbereich sind die Schokoladenfleckenkrankheit und der Ackerbohnenrost sowie die Brennfleckenkrankheit. Auch hier stehen nur wenige zugelassene Mittel zur Verfügung.
Ein wichtiger Schädling in Ackerbohnen ist die Bohnenblattlaus, die auch als Virusüberträger fungieren kann. Blattrandkäfer schädigen kurz nach dem Auflaufen.
Zur Steuerung des Erntetermins und Vermeidung von Verlusten bei ungleichmäßig abreifenden oder stark verunkrauteten Beständen kann eine Sikkation sinnvoll sein.

Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung:

Fungizide/Insektizide

Glyphosat

Herbizide

Molluskizide

Ansprechpartner Pflanzenschutz - Region Ost

Dr. Hans-Joachim Gleser

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-370
Fax 04331/9453-389
hjgleser@lksh.de
Fachgebiete: Leitung Fachbereich Pflanzenschutz, Grundsatzfragen im Bereich: pilzliche Schaderreger, Wachstumsregler im Ackerbau

Manja Landschreiber

Meesenring 9
23566 Lübeck
Tel. 0451-317020-25
Fax 0451-317020-29
mlandschreiber@lksh.de
Fachgebiete: Grundsatzfragen im Bereich: Ungräser und Unkräuter Ackerbau, Warndienst Ost und Pflanzenschutzberatung Ost

Inga Bewarder

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331-9453-377
Fax 04331-9453-389
ibewarder@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Henning Jonas

LVZ Futterkamp
Versuchsstation Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-941
hjonas@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Anneke Karstens

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-374
Fax 04331/9453-389
akarstens@lksh.de
Fachgebiete: Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz in Schleswig-Holstein für Ackerbau, Versuchsstation Bovenau, Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Lilli Krützmann

Meesenring 9
23566 Lübeck
Tel. 0451-317020-25
Fax 0451-31702029
lkruetzmann@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Ansprechpartner Pflanzenschutz - Region West

Sönke Först

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-387 o. 0151-19106415
Fax 04331/9453-389
sfoerst@lksh.de
Fachgebiete: Grundsatzfragen im Bereich: tierische Schaderreger, Warndienst West und Pflanzenschutzberatung West

Ludger Lüders

Waldschlösschenstraße 47
25746 Heide
Tel. 0481-85094-54
Fax 0481-85094-49
llueders@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung, Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz in Schleswig-Holstein für Gemüsebau

Martina Popp

Theodor-Strom-Straße 2
25821 Bredstedt
Tel. 04671-9134-25
Fax 04671-9134-19
mpopp@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Bestandsführung und Anbautechnik

Ackerbohnen kommen aufgrund ihrer Standortansprüche für die Marschen und das östliche Hügelland in Frage. Sie haben dort eine gute Wirtschaftlichkeit, und sie haben einen sehr guten Vorfruchtwert für nachfolgenden Winterweizen, der sogar noch etwas über dem des Winterrapses liegt. Ackerbohnen lassen sich günstig produzieren.

Sie benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Die Abreife folgt auf den Winterweizen und liegt in der Regel Ende August, in einigen Jahren noch bis Anfang September. Mit der Abreife nach dem Winterweizen wird knappe Mähdrescherkapazität aus der Getreideernte heraus nach hinten verlagert. Die Ackerbohne trägt durch ihre frühe Aussaat und durch ihre Ernte nach der Getreideernte zur Entzerrung von Arbeitsspitzen bei.

Ackerbohnen können und sollten früh gesät werden. Unter den Anbaubedingungen in S-H hat sich der Einsatz von Fungiziden bei Blüte bewährt und wahr in meisten Fällen hoch wirtschaftlich.

Informationen zum Anbau

Anbautelegramm-Ackerbohnen

Ansprechpartner Bestandsführung & Anbautechnik

Dr. Christoph Algermissen

Grüner Kamp 15-17
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Fax 04331/9453-339
calgermissen@lksh.de
Fachgebiete: Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen

Düngung

Ackerbohnen benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Eine Impfung des Saatgutes ist in S-H – auch nach sehr langjährigen Anbaupausen - nach den bisherigen Erfahrungen nicht nötig

Die Versorgung mit den anderen Nährstoffen sollte über die Entzugswerte erfolgen, siehe dazu die „Richtwerte für die Düngung“.

Zu weiteren Informationen siehe auch "Bestandsführung und Anbautechnik".

Ansprechpartner Düngung

Dr. Christoph Algermissen

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
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Fax 04331/9453-339
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Fachgebiete: Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen

Fachartikel

05. August 2017 | Von: Elke zu Münster, Brotbüro
Ackerbohnenfeldtag in Schleswig-Holstein: Bestände gleichmäßig und vielversprechend

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde fand Ende Juni ein weiterer vom Brotbüro organisierter Ackerbohnenfeldtag statt. Die Bestände der drei besuchten konventionell wie ökologisch wirtschaftenden Betriebe zeigten sich durchweg vital und...

12. November 2016 | Von: Dr. Christoph Algermissen, Landwirtschaftkammer
Landessortenversuche Ackerbohnen 2016; Überdurchschnittliche Erträge trotz erhöhter Virusbefunde

Die Ackerbohnen sind in Schleswig-Holstein weiter auf dem Vormarsch.

05. März 2016 | Von: Dr. Wolfgang Sauermann, Landwirtschaftskammer
Aussaat und Anbautechnik von Ackerbohnen: Hohe Sorgfalt – hohe Erträge

Der Anbau von Ackerbohnen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Unter anderem die Möglichkeit, auf den Greeningflächen auch Körnerleguminosen anbauen zu können, führt zu einem nachhaltigen Interesse.

03. Oktober 2015 | Von: Dr. Wlfgang Sauermann, Landwirtschaftskammer
Erste Ergebnisse der Landessortenversuche Ackerbohnen: Schwieriges Anbaujahr - mittlere bis hohe Kornerträge

Die Anbauflächen von Ackerbohnen haben sich 2015 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. In absoluten Zahlen sind das rund 2.500 ha in Schleswig-Holstein.

14. März 2015 | Von: Dr. Wolfgang Sauermann, Landwirtschaftskammer
Ackerbohnen als Alternative für Umbruchflächen: Modernes Anbauverfahren - gute Ergebnisse aus der Praxis

In diesem Frühjahr haben Betriebe die Entscheidung zu treffen, ihren Winterraps wegen des starken Befalls mit Kleiner Kohlfliege und Rapserdfloh umzubrechen.


Landwirtschaft

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