Spargelanbau

Gartenbau - Pflanzenschutz

Spargel zählt zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist eine besondere Gemüsekultur, da sie mehrjährig ist. Sie stellt hohe Anforderungen an den Anbauer, die Klima- und Bodenverhältnisse sowie die Wasserversorgung. Besonders begünstigte Regionen in Schleswig-Holstein sind Lauenburg, Lübeck, Neumünster und der nördliche Umkreis von Hamburg. Mit verschiedenen Bedeckungssystemen (z. B. Schwarz-Weiße-Taschenfolie, Thermotaschenfolien, Kleintunneln, Antitaufolie) erzielen die Spargelanbauer den Witterungsbedingungen zum Trotz ansehnliche Erträge auf einer Anbaufläche von 350 ha. 
 
Im Gegensatz zu vielen einjährigen Kulturen beginnt in der Dauerkultur Spargel der Pflanzenschutz nach der Ernte. Das Spargellaub wird hauptsächlich von drei Pilzen angegriffen: Stemphylium botryosum (Spargellaubkrankheit), Botrytis cinerea (Grauschimmel) und Puccinia asparagi (Spargelrost). Auf Grund der Witterungsbedingungen spielt im norddeutschen Raum Stemphylium die größte Rolle. Bei häufigen Niederschlagsereignissen zur Zeit der abgehenden Blüte kommen auch Botrytis-Infektionen hinzu. Spargelrost hingegen hat an Bedeutung verloren, da er von den meisten zugelassenen bzw. genehmigten Fungiziden, die gegen Stemphylium eingesetzt werden, erfasst wird. 
 
Der Spargel wird nicht nur von Krankheiten, sondern auch von Schädlingen heimgesucht. Das sind die Spargelfliege (Platyparea poeciloptera), das Spargelhähnchen (Crioceris asparagi) und der Spargelkäfer (Crioceris duodecimpunctata) sowie Generalisten, wie z. B. Wurzelfliegen. Die Wurzelfliegen schädigen in Ertragsanlagen schon während der Stechperiode, die anderen Schädlinge in der Phase der Reservestoffeinlagerung.


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Tobias Plagemann

Thiensen 22
25373 Ellerhoop
Tel. 04120-7068-225 oder 0171-7652134
Fax 04120-7068-212
tplagemann@lksh.de
Fachgebiete: Pflanzenschutzberatung, Schaderregerüberwachung, Genehmigungen § 22 (2), Versuchswesen Zierpflanzenbau und Spargel

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