Revierjäger/in

Ausbildung Revierjäger

Aufgabe des Revierjägers bzw. der Revierjägerin ist es, den Wildbestand in privaten, genossenschaftlichen oder staatlichen Jagdbezirken (Revieren) zu bewirtschaften. Die Wildarten sind wichtige Teile unserer Natur und damit zu schützen und ihre Lebensräume sind zu pflegen. Andererseits wird Wild bejagt, da ihm heute in unserer Kulturlandschaft die natürlichen Feinde fehlen und der Mensch die Landschaft so verändert hat, dass eine Regulierung vieler Wildarten sowohl aus ökonomischen als auch aus tierschützerischen und Naturschutzgründen sinnvoll und notwendig ist.

Der Revierjäger/die Revierjägerin muss die Biologie und das Verhalten der Wildtiere gut kennen und lernt darüber hinaus zum Beispiel den vorschriftsmäßigen Umgang mit Jagdgeräten und Jagdwaffen, die Führung von Jagdhunden, die fachgerechte Ausführung von Revierarbeiten oder die fachgerechte Versorgung erlegten Wildes und seiner Vermarktung. Dies bereitet auf die Aufgaben der Reviergestaltung, der Wildschadensverhütung, den Bau von Hochsitzen, Fütterungseinrichtungen und Fallen, die Führung von einzelnen Jagdgästen und auch die Organisation großer Jagden und deren Nachbereitung vor.

Ausbildung

Ausbildungsdauer

  • 3 Jahre
  • Verkürzung siehe Rechtliche Regelungen
    Der Besuch eines Grundbildungsjahres im Beruf Revierjäger/in kann bei einer 3-jährigen Ausbildung als 1. Ausbildungsjahr anerkannt werden.

Schwerpunkte der Ausbildung

  • Jagd- und Reviermanagement
  • Wildbewirtschaftung und Wildverwertung
  • Tier- und Artenschutz
  • Jagdreviergestaltung
  • Naturschutz und ökologische Zusammenhänge
  • Jagdwaffen und -geräte
  • Halten und Führen von Jagdhilfstieren
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Wild- und Naturpädagogik

Überbetriebliche Ausbildung

Nicht immer können alle im Ausbildungsrahmenplan vorgeschriebenen Inhalte im Ausbildungsbetrieb vermittelt werden, dies gilt vor allem dort, wo der Betrieb seine Produktion spezialisiert hat. Um dennoch eine breite Ausbildung im Beruf zu erreichen, ist die Teilnahme der Auszubildenden an Lehrgängen in überbetrieblichen Ausbildungsstätten vorgeschrieben. Dort werden unter Anwendung zeitgemäßer Technik praktische Fertigkeiten verfestigt und Kenntnisse vertieft. [Die überbetriebliche Ausbildung im Beruf Revierjäger/Revierjägerin wird zusammen mit dem Berufsschulangebot organisiert. Nähere Auskünfte erhalten Sie beim Verband der Berufsjäger.]

  • 1 x jährlich in Lehreinrichtungen außerhalb Schleswig-Holsteins

Berufsschule

Blockunterricht außerhalb Schleswig-Holsteins, das 1. Ausbildungsjahr wird voll verblockt als Berufsgrundbildungsjahr angeboten, im 2. und 3. Ausbildungsjahr folgt je 1 Berufsschulblock außerhalb Schleswig-Holsteins

Fort- und Weiterbildung

Ausbildungsvertrag

Wichtiger Hinweis

Vor Unterzeichnung des Vertrages sollte sich der/die Auszubildende den Status des Betriebes als anerkannter Ausbildungsbetrieb bestätigen lassen (siehe Anerkannte Ausbildungsbetriebe oder Rückfrage bei Ansprechpartner/in).
Nur anerkannte Ausbildungsbetriebe (siehe Anerkannte Ausbildungsbetriebe / Anerkennung als Ausbildungsbetrieb) dürfen entsprechend der ihnen zugewiesenen Anzahl an Ausbildungsplätzen Verträge bearbeiten und unterzeichnen.

Die Ausbildungszeit kann nur als solche angerechnet werden, wenn der Ausbildungsvertrag im Verzeichnis der Landwirtschaftskammer eingetragen wurde.

Ausbildungsvertrag

Rechtliche Regelungen


Aus- und Weiterbildung

Ansprechpartner

Dr. Jörg Hittenbeck

Hamburger Str. 115
23795 Bad Segeberg
Tel. 04551/9598-23
Fax 04551/9598-40
jhittenbeck@lksh.de
Fachgebiete: Lehranstalt für Forstwirtschaft, Forstlicher Wegebau

Landesobmann der Berufsjäger

Dirk Bacher

Revierjagdmeister
Jagdhaus Gut Testorf
23758 Wangels
Tel. 04382/781
Fachgebiete: Revierjagdmeister, Landesobmann der Berufsjäger


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