Rechtliche Regelungen und Ausbildungsgliederung

Rechtliche Regelungen und Ausbildungsgliederung
Die Berufsausbildung erfolgt nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) im Dualen System, d. h. parallel in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb (ergänzt durch die praktische Überbetriebliche Ausbildung) und in der Berufsschule:

Die Betreuung und Überwachung der Ausbildung im Agrarbereich führt die Landwirtschaftskammer als zuständige Stelle durch.

Ausbildungsdauer
Die Ausbildung beträgt in der Regel drei Jahre. Eine Verkürzung auf 2 Jahre ist möglich bei:

  • bestandener Abschlussprüfung in einem anderen Beruf
  • bestandenem Abitur oder Fachhochschulreife

Dann beginnt die Ausbildung in der Regel mit dem 2. Ausbildungsjahr.
Der Verkürzungsantrag ist bei Abschluss des Ausbildungsvertrages zu Beginn der Ausbildung zu stellen.

Darüber hinaus kann ein Antrag auf die vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung gestellt werden, wenn überdurchschnittliche Leistungen in der Praxis und in der Berufsschule nachgewiesen werden.

Mindestens 2 Jahre der Ausbildungszeit müssen in einem fremden anerkannten Ausbildungsbetrieb absolviert werden. Eine Ausbildung im elterlichen Betrieb ist somit bei Verkürzung nicht möglich.

Ausbildungsvertrag
Zu Beginn der Ausbildung schließen Ausbildende und Auszubildende einen Berufsausbildungsvertrag. Nach dem Berufsbildungsgesetz enthält dieser Vertrag u. a. folgende Angaben:

  • Beruf, für den ausgebildet wird
  • Ausbildungsdauer, Beginn und Ende des Ausbildungsverhältnisses
  • Pflichten des Ausbildenden und des Auszubildenden
  • Vergütungen, Sachleistungen
  • regelmäßige tägliche Ausbildungszeit, Urlaub
  • Dauer der Probezeit und Kündigungsvoraussetzungen

Von der zuständigen Stelle wird der Vertrag in ein Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen. Dies ist Voraussetzung für die Anrechnung der Ausbildungszeit.

Zuständige Stelle für die Berufsausbildung im Agrarbereich
Die Durchführung, Betreuung und Überwachung der betrieblichen Berufsausbildung erfolgt in gesetzlichem Auftrag durch die zuständige Stelle, die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Rechte und Pflichten

Rechte und Pflichten während der Ausbildung

Ausbildungsplan

Auf der Grundlage des Ausbildungsberufsbildes und des Ausbildungsrahmenplanes (siehe jeweilige Ausbildungsordnung) wird bei Abschluss des Berufsausbildungsvertrages für jeden Auszubildenden ein Ausbildungsplan erstellt. Dieser Plan geht von der Struktur des Ausbildungsbetriebes aus und stellt sicher, dass alle vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte erlernt werden können.

Überbetriebliche Ausbildung

Nicht immer können alle im Ausbildungsrahmenplan vorgeschriebenen Inhalte im Ausbildungsbetrieb vermittelt werden. Dies gilt vor allem dort, wo der Betrieb seine Produktion spezialisiert hat.

Um dennoch eine breite Ausbildung im Beruf zu erreichen, ist die Teilnahme der Auszubildenden an Lehrgängen in überbetrieblichen Ausbildungsstätten vorgeschrieben. Dort werden unter Anwendung zeitgemäßer Technik praktische Fertigkeiten verfestigt und Kenntnisse vertieft.

Nähere Informationen über die überbetriebliche Ausbildung sind bei den Einzelberufen (>> Agrarberufe) aufgeführt.

Dual

Berufsausbildung und Schulabschluss

Wer mit dem Berufsabschluss auch einen Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife erwerben möchte, hat dazu ebenfalls die Möglichkeit.
Mit der erfolgreichen Berufsausbildung kann auch ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss erreicht werden.

Weitere Informationen sind bei den Beruflichen Schulen erhältlich.

Weitere Informationen

Anfragen auch unter:
aid-Vertrieb
Birkenmaarstr. 8
53340 Meckenheim
Tel. 02225/926-146
Fax 02225/926-118
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Aus- und Weiterbildung

Ansprechpartner

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Fachgebiete: Berufsausbildung, Weiterbildung, Arbeitnehmerberatung, Mitarbeitereinstellung


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